Kategorie: ROMA
legitimierter Rassismus
Die Gedanken sind frei
So nennt sich eine Ausstellung von Marika Schmiedt, welche sich kritisch mit der alltäglichen Diskriminierung von Roma in Europa auseinandersetzt.
Die Ausstellung wurde ursprünglich schon im April 2013 in der Linzer Altstadt eröffnet, jedoch kurz darauf schon wieder entfernt, und zwar von der Linzer Exekutive.
Warum genau, ist bis jetzt umstritten, sicher jedoch ist, das die Ausstellung bei einigen Ungarnnationalen für Furore sorgte, da sie sich durch die provokative Collage persönlich beleidigt fühlten.
Nun wurde die Ausstellung jedoch wieder eröffnet, und zwar am 7. Oktober im Foyer des Alten Rathauses Linz.
Sarah Praschak war vor Ort.
Weltempfänger: Flucht übers Meer, Frontex und die Überwachung der Meere
Noch immer werden ertrunkene Flüchtlinge vor Lampedusa geborgen – und täglich sterben weitere Menschen im Mittelmeer beim Versuch, Europa übers Meer zu erreichen.
Kapitän Stefan Schmidt sprach mit unseren Kollegen von Radio Z in Nürnberg über die gefährliche und verzweifelte Flucht übers Meer, die Überwachung der Weltmeere, die EU-Grenzschutzagentur Frontex und die Zwickmühlen für Schiffsbesatzungen, wenn sie auf Flüchtlingsboote treffen.
Durch die Sendung führt Sarah Praschak.
http://cba.fro.at/247681
Die Arbeiten der Künstlerin Marika Schmiedt thematisieren die Situation für Roma in Europa und benennen die Kontinuitäten seit der NS-Zeit; dabei weist sie u.a. auf die bedrohlichen Zustände in Ungarn hin.
Die ungarische Botschaft in Österreich und rechtsextreme ungarische und österreichische Portale führen eine Hetzkampagne gegen die Wiederholung ihrer Ausstellung „Die Gedanken sind frei“ – Angst ist Alltag für Roma in EUropa im Linzer Rathaus. Das Schreiben des ungarischen Botschafters beruft sich auf die juristische „Experten“-meinung einer Kooperationspartnerin von Jobbik. Der Künstlerin wird der Tatbestand der Volksverhetzung, „Ungarn-feindlichkeit“ und Rassismus vorgeworfen.
Dadurch wird eine kritische Roma-Positionierung zensiert, die Arbeit von Marika Schmiedt skandalisiert und es findet eine Umkehrung statt, in der Roma als rassistisch dargestellt werden.
Mit dieser Kriminalisierung einer widerständigen Roma-Perspektive werden alle Roma kriminalisiert, die sich gegen die unhaltbaren Zustände zur Wehr setzen.
Tatsache ist, dass Roma das Recht haben Widerstand gegen die Kontinuitäten seit der NS-Zeit zu…
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Linz: Rechtsextreme Revolte gegen Roma-Ausstellung
http://www.stopptdierechten.at/2013/10/06/
Linz: Der Kampf um das „Zigeunerschnitzel“
http://www.stopptdierechten.at/2013/10/03/
Anti-Roma-Stimmung: Aufregung um Kunst gegen den Hass
http://derstandard.at/1379292998679/
Ungarische Proteste gegen Linzer Ausstellung
http://diepresse.com/home/kultur/kunst/1461042/
Ungarn-nationaler Proteststurm gegen Roma-Plakatschau in Linz
http://derstandard.at/1379292854465/
„Skandalausstellung“ Dr. Eva Maria Barki
Zigeunerschnitzel mit brauner Soße…
Botschafter von Ungarn tobt in Österreich gegen Freiheit der Kunst
Der ungarische Botschafter in Wien, Vince Szalay-Bobrovniczky, scheint bei der Verteidigung seiner Heimat gegen die Angriffe der „linken Weltverschwörung“ keine Hemmung zu haben, sich der Hilfe von offen Rechtsradikalen zu bedienen. Die regierungstreue, “magyaristische” Hofcamarilla in Wien trägt wieder einmal die politische „Kultur“ aus Budapest ins Ausland, weil die „Sozialisten“ zu frech werden. Wer auf die Probleme der Roma aufmerksam macht, so die Logik der „Nationenschützer“, diskriminiert selbst…
Botschafter von Ungarn tobt in Österreich gegen Freiheit der Kunst.
Exhibition in Austria mocking Hungary’s far right is labelled “racist” by ambassador
By Milana Knezevic
via Ban art that targets far right, says Hungarian ambassador.
Offener Brief an Rudolf Sarközi
Sehr geehrter Herr Sarközi,
hiermit möchten wir Sie über unsere Empörung bezüglich Ihrer Positionierung gegen die Kunst von Marika Schmiedt in Kenntnis setzen. Wir sind aufgebracht, dass Sie sich gegen Werke, die auf die gegenwärtige Verfolgung und Unterdrückung von Roma in Europa aufmerksam machen, positionieren und damit die Hetzkampagne und die Kriminalisierung von Widerstand legitimieren.
Ihren eigenen Angaben nach empfinden Sie die Kunst von Marika Schmiedt als gegen die Roma-Minderheit gerichtet und finden die Äußerungen der ungarischen Nationalisten gerechtfertigt und begründet: „Ja, das stimmt. Ich kritisiere diese Ausstellung und habe das dem (ungarischen) Botschafter auch so gesagt“. Was Sie noch nicht erwähnt haben ist, warum Sie diese Meinung teilen.
Als Vertreter der Roma-Organisationen aus Österreich, zu dem Sie sich selbst ernannt haben, müssten Sie wissen, dass viele Menschen von Ihren öffentlichen Äußerungen betroffen sind. Das heißt, Sie sprechen nicht nur für sich und Ihre eigene Familie, sondern für alle…
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Der ungarische Botschafter in Österreich protestiert gegen die Ausstellung „Die Gedanken sind frei!“ der Künstlerin Marika Schmiedt, die morgen im Linzer Rathaus eröffnet wird und dort bis 20.10.2013 zu sehen ist. Sein offizielles Protestschreiben findet sich auf einem rechtsextremen österreichischen Blog; sein Protest stützt sich auf die juristische Expertenmeinung einer langjährigen Kooperationspartnerin von Jobbik mit besten Kontakten zur FPÖ.
Update zum Post Ungarischer Botschafter interveniert gegen “ungarnfeindliche” Kunstausstellung in Linz, 2. Oktober 2013
Veranstaltungstip: Die Gedanken sind frei! – Ausstellung von Marika Schmiedt
Eröffnung: Montag, 7. Oktober 2013, 16.30 Altes Rathaus Linz, Hauptplatz 1, 4020 Linz. https://marikaschmiedt.wordpress.com/
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Der ungarische Botschafter in Österreich Vince Szalay-Bobrovniczky protestiert gegen die Ausstellung „Die Gedanken sind frei!“ der Künstlerin Marika Schmiedt, die morgen im Linzer Rathaus eröffnet wird und dort bis 20.10.2013 zu sehen ist.
Mittlerweile ist sein Protestschreiben an Regierungsmitglieder in Wien und die Stadt Linz im Wortlaut im Netz einzusehen…
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Wenn ein aufgebrachter Nazi-Mob nach Hetzreden von ethnischen Säuberungen Steine auf von Roma bewohnte Häuser wirft, ist das für die ungarische Polizei kein Straftatsbestand. Genausowenig ist dies öffentliche antisemitische Hetze, wenn sie unter Gleichgesinnten stattfindet. Roma, die friedlich gegen die gängige rassistische Praxis der Polizei protestieren, werden angezeigt. Der strafverschärfende Rassismusparagraph wird ausschließlich gegen Roma angewandt, die sich gegen rechtsextreme Angriffe wehren wollten. Vier aktuelle Fälle.
Fall 1: Devecser: Friedliche Steinewerfer
Am 5. August 2012 forderte Jobbik auf einer Demonstration mit dem Titel „Leben und Leben lassen, Demonstration für rechtmäßigen ungarischen Selbstschutz“ in Devecser die Todesstrafe für Roma. Auf der Demonstration mit etwa 1000 Teilnehmern waren auch zahlreiche andere rechtsextreme Organisationen vertreten. Auf den Redebeiträgen wurde zum Rassenkrieg der Magyaren gegen die Roma aufgerufen:
- So sagte László Toroczkai, der Anführer der Jugendbewegung 64 Burgkomitate, die Zigeuner wollten die Magyaren vernichten, es gäbe keine andere Möglichkeit, als den Kampf mit…
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