Kategorien
ROMA

Zigeunerhexe/gypsy witch

https://marikaschmiedt.wordpress.com/2012/02/10/roma_industrie-der-link-bleibt-drauf-klagen-sie-uns-oder-helfen-sie-mit/

https://marikaschmiedt.wordpress.com/2012/02/10/roma_industrie-the-link-will-remain-on-it-file-a-lawsuit-or-help-us/

https://marikaschmiedt.wordpress.com/2012/02/15/terminus-zigeuner/ 

Kategorien
ROMA

Terminus „Zigeuner“

diese rassistische Fremdzuschreibung ist inakzeptabel!

https://marikaschmiedt.wordpress.com/2012/02/10/roma_industrie-der-link-bleibt-drauf-klagen-sie-uns-oder-helfen-sie-mit/

 

Kategorien
ROMA

Unter Ceausescu gab es keine Roma

ROMA Romeo Tiberiade berichtete in Neukölln über seine Arbeit als Beauftragter für die Angelegenheiten der Roma in seinem Bezirk in Rumänien. Fehlende Papiere und mangelnde Bildung sind ihre größten Probleme

VON LISA FORSTER

„Revision“, der Dokumentarfilm über den nie aufgeklärten Fall zweier Familienväter aus Rumänien, die 1992 an der deutsch-polnischen Grenze von Jägern erschossen wurden, zieht seine Kreise nicht nur auf der Berlinale. Im Mehrgenerationenhaus in Neukölln organisierte die interkulturelle Jugendselbstorganisation Amaro Drom am Montag eine Informationsveranstaltung mit Romeo Tiberiade. Er stammt wie die beiden Toten aus dem Bezirk Dolj und kannte einen der beiden persönlich. In Philip Scheffners Film ist er in seiner Funktion als Beauftragter für die Angelegenheiten der Roma in seinem Bezirk zu sehen.

In Neukölln spricht Tiberiade über die vielen Missstände, von denen er durch seine Arbeit erfährt. Roma, sagt er, seien in Rumänien Opfer ethnischer Diskriminierung von behördlicher, wie auch von gesellschaftlicher Seite. Drei Viertel der geschätzten 2,2 Millionen Roma in Rumänien leben in Armut und abgeschottet in meist abgelegenen Wohngebieten. Sie hätten weder Zugang zu Bildung und Arbeitsplätzen, erklärt er, noch dauerhafte Personaldokumente. Stattdessen müssen sie mit provisorischen Personalausweisen Vorlieb nehmen, die ihnen kein Recht auf Arbeit und Ausreisemöglichkeiten in die EU gewähren.

Den Grund für die Abschottung und Diskriminierung der Roma sieht Tiberiade vor allem in der fehlenden staatlichen Unterstützung. Die Lage der Roma sei zwar immer wieder Gegenstand von Regierungsuntersuchungen, in denen auf die Rechte der Roma hingewiesen wird. Dennoch werden die existierenden Gesetze gegen die Diskriminierung der ethnischen Gruppe praktisch von den Behörden nicht angewandt.

Tiberiade hat es aber geschafft, zumindest im Landkreis Dolj dieses Problem anzugehen. Der Landkreis wandte sich an das Europäische Parlament und stellte einen Antrag auf dauerhafte Identitätsdokumente, die aus dem Budget der Entwicklungshilfe für Rumänien finanziert werden sollten. Als der Antrag bewilligt wurde, fuhren die Behörden von Dolj mit einem mobilen Büro durch den Landkreis, um die Dokumente auszustellen.

Für die 85.000 Roma, die im Landkreis leben, wurden nach und nach Personalausweise ausgestellt, bis zum heutigen Tag seien es rund 4.000 Stück – eine immer noch erschreckend geringe Zahl.

Darüber hinaus engagiert sich Tiberiade, der selbst einen Hochschulabschluss in Geschichte hat, in einer Nichtregierungsorganisation, die Schülern zu besseren Bildungschancen und Hochschulplätzen verhilft. Dazu gehöre zum Beispiel die Wahrnehmung von Quotenstudienplätzen für Minderheiten in Rumänien, wodurch seine Organisation immerhin bereits knapp 300 Studienplätze vermitteln konnte.

Eine von Stereotypen, Feindschaft und Abneigung geprägte Einstellung gegen die Roma und eine damit einhergehende staatliche und gesellschaftliche Diskriminierung und Verfolgung reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, sagt Tiberiade. Ein besonders starkes Ausmaß habe sie seit Mitte des 19. Jahrhunderts unter dem Herrscher Alexandru Ioan Cuza angenommen, der die Leibeigenschaft der Roma einführte. Während der Herrschaft des faschistischen Ministerpräsidenten Ion Antonescu von 1940 bis 1944 wurden mehrere Zehntausend Roma nach „Transnistrien“ deportiert, wie das besetzte Gebiet im Osten Moldawiens hieß, das von 1941 bis 1944 an Rumänien angeschlossen war.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden von der Regierung unter Gheorghe Gheorghiu-Dej vereinzelte Schritte zur Anerkennung der Roma in der Öffentlichkeit unternommen. Unter der Herrschaft des Diktatoren Nicolae Ceausescu wurde eine offene Diskriminierung und Verfolgung der Roma sogar verboten, gleichzeitig leugnete die Herrschaft gegen Ende ihrer Regierungszeit jedoch die Existenz einer ethnischen Minderheit der Roma. Eine Möglichkeit, aus der Verbannung aus der Öffentlichkeit zu kommen, bot sich nur denjenigen Roma, die zur Assimilation bereit waren.

Nach der Revolution von 1989 und dem Ende des kommunistischen Regimes wurde ein Großteil der Roma aus den Erwerbsmöglichkeiten, die ihnen die planmäßige Industrialisierung des Landes auferlegt hatte, entlassen. Obwohl die Menschen zu verschiedenen Handwerksberufen gezwungen worden waren, habe sich für die Roma in dieser Zeit immerhin der Zugang zu Bildungsstätten verbessert und eine berufliche Sicherheit existiert, wie eine aus Rumänien stammende Besucherin des Abends erklärt.

Nach der Öffnung der Grenzen reiste Tiberiade im Jahr 1990 zusammen mit seiner Familie und vielen anderen Roma über Polen nach Deutschland. Sie lebten in einem Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen. Tiberiade beschreibt, wie Neonazis vor den Fenstern der Wohnungen lauerten und die Asylbewerber daran hinderten, ihre Zimmer zu verlassen, während die Besorgungen und Einkäufe der Menschen von den Angestellten des Heims erledigt werden mussten. Tiberiade war, wie viele seiner Freunde und seine Familie, eingesperrt und verharrte in einem Zustand ständiger Angst.

Bei den Ausschreitungen von 1992 hatte seine Familie anders als viele Bewohner zumindest das Glück, Räume auf der Seite der Straße zu bewohnen, die nicht von Neonazis mit Molotowcocktails bombardiert wurde. Schließlich wurden sie evakuiert und kamen in ein anderes Flüchtlingsheim „irgendwo im Wald“, von dem Tiberiade bis heute nicht weiß, wo es lag. Von diesem Zeitpunkt an lebten sie in ständiger Alarmbereitschaft, wie er erklärt.

Gerade arbeitet Romeo Tiberiade an einem Film, der über die historische Verfolgung der Roma aufklären soll. Er werde weiter kämpfen, sagt er am Ende des Abends.

Die Gesetze gegen die Diskriminierung der Roma werden praktisch nicht angewandt

(taz.de)

Kategorien
ROMA

Die gegenwärtige Situation von Sinti und Roma in Europa gibt Anlass zu großer Besorgnis.

Am Rand fixiert

Roma und Sinti sind die größte Minderheitengruppe in Europa und dennoch fehlt es an gesellschaftlichem Rückhalt. Daran wird auch die neue EU-Initiative nichts ändern, denn staatenlos bleiben wir auch danach.

Die gegenwärtige Situation von Sinti und Roma in Europa gibt Anlass zu großer Besorgnis. Nach den Mordanschlägen in Ungarn, denen 2008 und 2009 elf Menschen zum Opfer fielen, gab es Anschläge in einer Reihe anderer Länder.

Dem stehen auch in Deutschland in den vergangenen Jahren massive Fälle von rassistischen Übergriffen gegenüber: wie der Brandanschlag auf das Haus einer Sinti-Familie in Sachsen an Weihnachten 2009 und die Wahlkampfpropaganda der NPD in Niedersachsen, mit der Sinti und Roma als „Zieh-Gauner“ bezeichnet wurden in Anspielung auf den „Zigeuner“-Begriff. Der Vorstand der Polizeigewerkschaft Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat sich bis heute nicht von der rassistischen Veröffentlichung in ihrem Fachorgan distanziert, in der Sinti und Roma pauschal kriminalisiert und als „Sozialschmarotzer“ bezeichnet werden.

Entrechtung, Verfolgung und Vernichtung

Roma und Sinti, die heute mit insgesamt zehn bis zwölf Millionen Angehörigen die größte Minderheitengruppe in Europa bilden, teilen mit den Juden die furchtbare Geschichte der Entrechtung, Verfolgung und systematischen Vernichtung im nationalsozialistisch besetzten Europa. Eine halbe Million unserer Menschen wurden Opfer des Holocaust, eine von uns nicht zu vergessende Erfahrung. Demgegenüber existiert in den Mehrheitsbevölkerungen ihrer jeweiligen Heimatländer bis heute kein Bewusstsein für die historische Dimension des an Sinti und Roma begangenen Völkermords.

Statt Anerkennung und Respektierung als gleichberechtigter Teil der Bevölkerung ihrer Heimatländer, statt der selbstverständlichen Garantie der Minderheitenrechte wie gegenüber anderen nationalen Minderheiten, statt Teilhabe ohne Diskriminierung in allen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen werden die Roma- und Sinti-Minderheiten in vielen Ländern zunehmend bedroht und öffentlich ausgegrenzt.

Die seit den 1970er-Jahren stattfindende Bürgerrechtsarbeit der Minderheiten-Angehörigen und die dadurch entstandenen Selbstvertretungs-Organisationen in den meisten Staaten Europas haben zwar in vielen Bereichen Erfolge erzielt und Verbesserungen erreicht, wenn auch in sehr unterschiedlichem Maße. Diese positive Entwicklung hat sich aber seit Mitte der 1990er-Jahre nicht mehr fortgesetzt – insbesondere wegen des wiedererstarkten Rechtsextremismus fast überall in Europa.

Es fehlt an gesellschaftlichem Rückhalt

Das Ausmaß der konkreten Bedrohung, die Hartnäckigkeit bestehender Klischees und Ablehnungshaltungen in der Gesellschaft, sowie vielfach mangelnder politischer Wille auf Seiten der verantwortlichen Staatsorgane geben den Roma- und Sinti-Vertretungen wenig Chancen zur Durchsetzung grundlegender Verbesserungen. Dafür fehlt ihnen der gesamtgesellschaftliche Rückhalt.

Die Initiative der Europäischen Union, nämlich die Mitgliedstaaten aufzufordern, nationale Strategien für die gleichberechtigte Teilhabe von Roma in Europa in ihren jeweiligen Ländern zu entwickeln, ist grundsätzlich richtig. Es ist wichtig, dass Roma in Europa als nationale Minderheiten anerkannt und respektiert werden, das heißt vor allen Dingen, dass sie Bürger ihrer jeweiligen Staaten sind. Gleichzeitig sehen wir aber in den Diskussionen und Dokumenten auf der europäischen und den nationalen Ebenen eine Tendenz, die bestehende Marginalisierung von großen Teilen der Roma-Minderheiten als für die gesamte Minderheit geltendes Charakteristikum festzuschreiben und sie damit stereotyp als eine vorgeblich „europäische soziale Randgruppe“ zu fixieren. Das lässt auch den Roma-Organisationen politisch wenige Chancen.

Kategorien
ROMA

Den Roma droht bei der Abschiebung nach Serbien der Kältetod

Epoch Times Deutschland

13.02.2012

Neue angekündigte Abschiebungen nach Serbien setzen verarmte und traumatisierte Roma-Flüchtlinge einem Kältetod aus!

„Wiedergutmachung darf sich nicht länger auf Sonntagsreden beschränken. Roma-Familien, Kinder, Frauen und Männer, die seit vielen Jahren unter uns leben, dürfen nicht länger ins Nichts – in diesem Fall nach Serbien – abgeschoben werden und schon gar nicht in die eisige Kälte“, forderte heute Tilman Zülch, Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). „Politiker, die solcheAbschiebung zu verantworten, haben nichts aus unserer Vergangenheit gelernt. Das ist verbrecherisch.“

Zurzeit wecken immer neue Ankündigungen über die Abschiebungen von Roma aus Deutschland Angst und Schrecken unter den Betroffenen. Auch am morgigen Dienstag sollen wieder langansässige Roma-Familien aus Deutschland von Düsseldorf aus ins Nichts deportiert werden.

Zülch, der selber – Jahrgang 1939 – das Elend der Vertreibung nach 1945 miterlebt hat, äußerte sich empört gegenüber dieser Zeitung, es handele sich um etwa 80 Personen. die meisten von ihnen Roma. Die Informationen kämen von einem zuverlässigen Roma-Zentrum in Göttingen. Man werde die Pressemitteilung noch an Politiker schicken, „aber die melden sich ja in der Regel nicht“, meinte Zülch auf die Frage, was noch geschehen könnte, um die Abschiebung zumindest aufzuhalten.

Für Serbien bestehe kein Wintererlaß wie für den Kosovo, d.h. Roma und andere Minderheiten, Familien mit kleinen Kindern, Minderjährige dürften abgeschoben werden, heißt es auf dem Blog von http://abschiebestop.blogsport.de/. Dabei sei die Situation in Serbien um keinen Deut besser als im Kosovo. „Abschiebestopp“ hat sich schon wiederholt mit Petitionen und Demonstrationen gegen Abschiebungen in NRW gewandt.

Ganz Osteuropa versinkt in diesem Winter im Schnee. Hunderte von Menschen sind invielen Teilen Osteuropas bereits erfroren. Gestern sind im Kosovo acht Menschen von einerLawine getötet worden. Es liegen bis zu drei Meter Schnee und die Temperaturen auf dem Balkan sinken auf bis zu -20°C. Die Mehrheit der Roma lebt in behelfsmäßigen Behausungen aus Holz- oder Plastikteilen oder in barackenähnlichen Behausungen, meist ohne jede Isolierung gegen die Kälte. Viele verfügen nicht über Wasseranschlüsse. In zahlreichen Regionen des früheren Südjugoslawien ist die Energieversorgung zusammengebrochen, sind die Wasserleitungen geplatzt. Es gibt dann kein fließendes Wasser. Trinkwasser in den Supermärkten zu kaufen, ist für die meisten Menschen unerschwinglich.

„Wenn Innenminister von Bund und Ländern, Ministerpräsidenten, Landesregierungen und Parlamentsfraktionen unter diesen Umständen ausgerechnet Roma-Familien, also die Ärmsten der Armen in Südosteuropa, abschieben, kommt das Deportationen gleich“, sagte Zülch.

„Wir waren im Januar 1945 mit Millionen Flüchtlingen oder Vertriebener zu Fuß oder mit Pferdewagen, auf der Flucht oder auf den Vertreibungsmärschen“, erklärte Zülch. „Und Hunderttausende, meist Kleinkinder, Alte, Kranke und Verwundete, haben das mit ihrem Leben bezahlt. Schließlich erinnert die Abschiebung der Roma auch an die Deportationen von Sinti und Roma durch die Nazis,denen die Vernichtung von 500.000 Angehörigen dieses Volkes folgte.“ (rls / GfbV)

Kategorien
ROMA

Roma in Nacht- und Nebelaktion abgeschoben

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/oldenburg/abschiebung185.html

„Obwohl die Berishas noch eine Duldung bis Donnerstag hatten, wurden sie am Dienstagmorgen abgeschoben.

Die Uhr zeigte 4.30 Uhr, als Polizisten am Dienstagmorgen an der Tür von Ramiz Berisha und seiner Frau Fatmire klingelten. Die Nachtruhe des Roma-Ehepaars aus dem Landkreis Cloppenburg war damit jäh unterbrochen. Der 58-jährige Mann und seine 53-jährige Frau mussten schnell die ihnen wichtigen Habseligkeiten zusammenpacken. Dann brachten die Beamten sie zum Düsseldorfer Flughafen. Dort mussten sie in ein Flugzeug steigen, das sie in den Kosovo brachte. Eine weitere Abschiebung war beendet.“

 

Kategorien
ROMA

Neonazis als Kronzeugen

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes -Info 

Auf der von Mitarbeitern des 3. Nationalratspräsidenten Dr. Martin Graf (FPÖ) verantworteten Homepage unzensuriert.at wurde am 6. Jänner ein Text unter dem Titel „Böhmische Stadt Rothau hat mit Zigeunerzuzug zu kämpfen“ veröffentlicht.

Darin werden der „massive Zuzug“ von „Zigeunern“ in die tschechische Kleinstadt und die „sozialen Spannungen“, die damit verbunden seien, beklagt. Bezeichnend ist, auf wen sich die Graf-Mitarbeiter beziehen: Bei der angegebenen Quelle handelt es sich um die tschechische Neonazigruppe Arbeiterpartei der sozialen Gerechtigkeit (DSSS), die als Kronzeuge gegen die Roma präsentiert und zustimmend zitiert wird.

Bei der DSSS handelt es sich um die 2010 als Nachfolgeorganisation der vom obersten tschechischen Verwaltungsgericht verbotenen Neonazi-Partei Dlnická Strana (DS, Arbeiterpartei). Das Gericht hatte das Verbot seinerzeit auch damit begründet, dass die DS Kundgebungen organisierte, die zu pogromähnlichen Ausschreitungen gegen Roma führten.

„die jüdische“ 10.02.2012 11:20

Kategorien
ROMA

ROMA_INDUSTRIE? „The link will remain on it. File a lawsuit or help us!”

from the daily life of a Roma woman …

On February 7, I was contacted via email by Wolfgang Gumpelmaier, who asked for my support of the film MANUSHA – The Little Gypsy Witch/ Die kleine Romahexe. I told Gumpelmaier that I think the film is problematic, particularly the title “GYPSY WITCH,” as well as the many clichés in the film.
Shortly thereafter, I was contacted by producer Knut Ogris, with a renewed request for my opinion. I told him that I find the film questionable for children. This morning, I found a link to my film „ROMA MEMENTO. Uncertain future?“ on the official site of his film, serving to raise funds and also market the film. After my request to remove my link from their site, Knut Ogris responded: „The link will remain on it. File a lawsuit or help us!“

see e-mail correspondences (English translation):

On 02/07/2012 at 11:57 Manusha wrote:
Dear Marika Schmiedt, I support the film producer Knut Ogris in terms of online communication for his children’s film MANUSHA –  THE LITTLE GYPSY WITCH. Currently, the film is in post-production and requires the support of the fans. Therefore, we have launched a crowdfunding campaign. Since you have already written several times about ROMA issues, we would be delighted if you could post about our children’s film (blog, website, newsletter, Facebook, Twitter, etc.). Here the link to the trailer, the press release and Crowdfunding page.
Crowd Funding: http://www.mysherpas.com/de/projekt/Manusha-die-kleine-Romahexe-moechte-ins-Kino/
Trailer: http://www.manusha-derfilm.at/film/trailer/
Press: http://www.manusha-derfilm.at/presse/
Facebook: https://www.facebook.com/romahexe
Thank you,

Wolfgang Gumpelmaier

On 02/07/2012 at 11:53 Marika Schmiedt wrote:
dear mr. gumpelmaier, I think the film is questionable!
with best greetings

marika schmiedt

On 02/07/2012 Manusha wrote:
In what way?

Wolfgang

On 02/07/2012 Marika Schmiedt wrote:
a lot of stereotypes ..
even the title „GYPSY WITCH“

On 02/07/2012 Knut Ogris wrote:
Dear Mrs. Schmiedt, I have just received your comments on Manusha – die kleine RomaHexe – the engl. title: Manusha – the little Gypsy Witch! Can you explain, I do not understand you! Do you know the movie? If so where from? In what form?
What’s wrong with clichés – if there are not bad clichés!
We are not doing a documentary but a product made for children, which deals with FOREIGNERS in SCHOOLS, trying to keep children from bullying and ask them to deal with strangers!
AND: we want the film to be successful in movie theatres and also to offer solutions.
Please explain! See the links in yellow below for you to use if you like!
Thanks in advance!

On 02/07/2012 Marika Schmiedt wrote:
I have seen extracts from the film a while ago on tv, orf- heimat fremde heimat.
As to the social and political situation of Roma in Europe, have you dealt with it in a serious way?
and what do you mean by good clichés?
As a Roma woman, I find such a product for children more than questionable.

best regards

marika schmiedt

On 02/07/2012 Knut Ogris wrote:
Well, I am glad that you are sooo expressive – but what is it that bothers you in particular?
Which part?
Did you know that Heli Maimann plotted against me once, because as a non-Jew I mixed a Jewish film? http://www.defamation-thefilm.com also a hornet’s nest – but it all went well, although some of it was unpleasant!
Well then help us, if they know the movie so well.
And tell us what you want?
We are in the final production and would also welcome and adopt your comments and suggestions for improvement, even consider them!
But please do not use platitudes but concrete suggestions –
because: Yes, WE HAVE DEALT WITH THE CONDITIONS OF ROMA – ESPECIALLY IN THE BALKANS – AND SINCE MACEDONIA IS THE ONLY COUNTRY WHICH RECOGNIZES ROMA minorities, the film developed the way it did!
Mlg

Knut

On 02/10/2012 Marika Schmiedt wrote:

mr. ogris, on your website you have posted a link to my film Roma Memento under the rubric Roma in the arts and culture.
why did you this?
please remove it from your website.
I do not want to be brought in connection with this film.
best regards

marika schmiedt

On 02/10/2012 Knut Ogris wrote:
Dear Mrs. Schmiedt, despite my polite offers for you to help with the improvement, nothing concrete comes from you – the link will remain on it. File a lawsuit or help us!
Thanks
Mlg

Knut ogris

On 02/10/2012 Marika Schmiedt wrote:
alright, if you think so, I will publish our email correspondences about the film on my blog and make my rejection public!
besides, your attitude clearly shows how disrespectful, extortionate and dishonorable your actions in connection to this film are, especially towards a Roma woman who expresses her opinion.
please remove the link.

Kategorien
ROMA

ROMA_INDUSTRIE? „der Link bleibt drauf. Klagen sie uns oder helfen Sie mit!“

aus dem Alltag einer Romni…

Am 7. Februar wurde ich von Wolfgang Gumpelmaier, bezüglich einer Unterstützung für den Film MANUSHA – Die kleine Romahexe / The little Gypsy Witch, per Email kontaktiert. Ich teilte Gumpelmaier mit, dass ich den Film fragwürdig finde, besonders den Titel ROMAHEXE und die vielen Klischees die bedient werden.
Kurz danach wurde ich auch von dem Produzenten Knut Ogris, mit einer neuerlichen Aufforderung um Stellungnahme kontaktiert. Ich teilte ihm mit, dass ich den Film für Kinder bedenklich finde. Heute Morgen habe ich gesehen, dass auf der offiziellen Seite des Films, die der finanziellen Förderung und Vermarktung dient, ein Link zu meinem Film „ROMA MEMENTO. Zukunft ungewiss?“ zu finden ist.
Nach meinem Ersuchen, den Link zu entfernen, teilte Knut Ogris mir mit:
„der Link bleibt drauf. Klagen sie uns oder helfen Sie mit!“

siehe Email-Korrespondenz:

Am 07.02.2012 um 11:57 schrieb Manusha:
Liebe Marika Schmiedt, Ich unterstütze den Filmproduzenten Knut Ogris dabei in Sachen Online Kommunikation für seinen Kinderfilm MANUSHA  – DIE KLEINE ROMAHEXE. Aktuell befindet sich der Film in Post-Produktion und benötigt die Unterstützung der Fans. Dazu haben wir eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Da Sie bereits mehrmals über ROMA-Themen geschrieben haben, würden wir uns freuen, wenn Sie in Ihren Kanälen (Blog, Webseite, Newsletter, Facebook, Twitter etc.) über unseren Kinderfilm berichten könnten.
Anbei der Link zum Trailer, zur Presseaussendung und zur Crowdfunding-Seite.
Crowdfunding: http://www.mysherpas.com/de/projekt/Manusha-die-kleine-Romahexe-moechte-ins-Kino/
Trailer: http://www.manusha-derfilm.at/film/trailer/
Presse: http://www.manusha-derfilm.at/presse/
Facebook: https://www.facebook.com/romahexe

Vielen Dank,
Wolfgang Gumpelmaier

Am 07.02.2012 um 11:53 schrieb Marika Schmiedt:
lieber herr gumpelmaier, ich finde den film fragwürdig!
mit besten grüßen
marika schmiedt

Am 07.02.2012 schrieb Manusha:
Inwiefern?
Wolfgang

Am 07.02.2012 schrieb Marika Schmiedt:
sehr viele klischees..
selbst der titel „ROMAHEXE“

Am 07.02.2012 schrieb Knut Ogris:
Liebe Frau Schmiedt,
eben erhalte ich Ihre Bemerkungen zu Manusha – die kleine RomaHexe –  der engl. Titel: Manusha – the little Gypsy Witch! Können Sie etwas ausholen, ich verstehe Sie nicht! Kennen Sie den Film? Wenn ja woher? In welcher Fassung?
Was ist schlecht an Klischees – wenn es keine schlechten Klischees sind!
Wir haben keine Dokumentation gemacht sondern ein Produkt für Kinder, das sich mit FREMDEN in der SCHULE auseinandersetzt und Kinder anhält nicht zu mobben du sich auch mit fremden Menschen auseinandersetzen!
UND: wir wollen dass der Film Im Kino erfolgreich ist und gleichzeitig Lösungen aufzeigt.
Bitte um Erklärung! In gelb unten verschiedene links zu Ihrer gefälligen Verwendung!
Danke im Voraus!

Am 07.02.2012 schrieb Marika Schmiedt:
ich habe vor längerer zeit ausschnitte davon im fernsehen gesehen, orf-heimat fremde heimat.
was die  soziale und politische situation für roma in europa betrifft, haben sie sich ernsthaft beschäftigt damit? und was meinen sie mit guten klischees?
ich als romni, finde solch ein produkt für kinder mehr als bedenklich.

beste grüße
marika schmiedt

Am 07.02.2012 schrieb Knut Ogris:
Wohlan, ich freue mich, dass Sie sich sooo äussern – aber was ist es konkret, was Sie stört??
Bei welcher Passage?
Wissen Sie die Heli Maimann hat mal gegen mich intrigiert, weil ich als GOI einen jüdischen Film gemscht habe!
http://www.defamation-thefilm.com auch ein Wespennest – aber es ist gut gegangen, das halt alle gestimmt – obwohl auchm manches unangenehm war!
Na dann helfen Sie mit, wenn sie den Film eh schon so gut kennen.
Und sagen Sie was Sie wollen?
Wir sind in der Endfertigung und würden auch Ihre Anmerkungen und Vorschläge für Verbesserungen auch noch einbringen wollen, und  auch noch berücksichtigen!
Aber bitte keine Gemeinplätze sondern konkrete Ansätze bitte –
denn: JAWIR HABEN US MIT DEN VERHÄLTNISSEN DER ROMA – VOR ALLEM AM BALKAN BESCHÄFTIGT –UND DA DIE ROMA IN MACEDONIEN ALS EINZIGEM LAND EUROPAS ANERKANNTE Minderheit sind, fiel er so aus wie er jetzt noch ist!
Mlg
Knut

Am 10.02.2012 schrieb Marika Schmiedt:
herr ogris,  sie haben auf ihrer website unter rubrik Roma in Kunst und Kultur, einen link zu meinem film Roma Memento.
wie kommen sie dazu?
bitte von ihrer seite entfernen.
ich möchte mit dem film nicht in verbindung gebracht werden.
beste grüße
marika schmiedt

Am 10.02.2012 schrieb Knut Ogris:
Liebe Frau Schmiedt, trotz meinen hoeflichen angeboten zur verbesserungshilfe und nachfragen, kommt nichts konkretes von Ihnen – der Link bleibt drauf. Klagen sie uns oder helfen Sie mit!
Danke
Mlg
Knut ogris

Am 10.02.2012 schrieb Marika Schmiedt:
wenn sie meinen, dann werde ich unsere emails bezüglich ihres films auf meinem blog veröffentlichen und meine ablehnung öffentlich machen!
zudem zeigt ihre haltung deutlich, wie respektlos, erpresserisch und unseriös sie mit diesem film agieren, besonders einer romni gegenüber die ihre meinung zum ausdruck bringt.
bitte entfernen sie den link.

 

Kategorien
ROMA

Roma in eisige Kälte abgeschoben

Von Hagen Jung 08.02.2012

Niedersachsens Innenminister in der Kritik

In Kosovo herrschen im Winter starke Fröste, Menschen ohne feste Unterkunft sind vom Tod durch Erfrieren bedroht. Dennoch wurden gestern aus Deutschland gleich mehrere Flüchtlinge nach Kosovo abgeschoben. Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen hatten an die Verantwortlichen appelliert, zumindest im Winter keine Roma nach Kosovo abzuschieben. Dennoch sind gestern Flüchtlinge aus mehreren Bundesländern von Düsseldorf aus in die bitterkalte Region ausgeflogen worden. Etwa 70 Menschen demonstrierten dagegen am Flughafen.

Wie viele Roma mit dem Sammeltransport weggebracht wurden, war nicht zu erfahren. Zehn von ihnen sollen in Nordrhein-Westfalen gewohnt haben. Die Zahl der gestern Abgeschobenen, die in Niedersachsen eine neue Heimat gefunden hatten, wollte der Sprecher des Innenministeriums, Frank Rasche, gegenüber »nd« nicht nennen. Bekannt wurde jedoch, dass sich unter den Betroffenen ein älteres Ehepaar befindet: der 58-jährige Ramiz Berisha und seine 53-jährige Ehefrau Fatmire aus Friesoythe (Landkreis Cloppenburg).

Hütten aus Plastik
Der Ehemann bedarf wegen schwerer Erkrankungen regelmäßiger ärztlicher Behandlung. Wie das Paar in Kosovo ohne Unterstützung durch seine in Deutschland lebenden acht Kinder überleben soll, sei völlig unklar, sagt Kai Weber vom Flüchtlingsrat Niedersachsen. »Angesichts der derzeitigen eisigen Temperaturen und der fehlenden Kontakte erwartet die beiden eine ungewisse Zukunft.« Der Umgang des niedersächsischen Innenministeriums mit Flüchtlingen sei völlig unsäglich, meint Weber. Die Familie Berisha habe fast ein Vierteljahrhundert in Deutschland gelebt – nun seien Mutter und Vater von ihren Kindern getrennt und »entsorgt« worden wie ein nutzloser Gegenstand. Schon vor einigen Tagen hatte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gewarnt: »Wer jetzt nach Kosovo deportiert, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, Not leidende Menschen sehenden Auges in den Tod zu schicken.« Eisige Kälte bis zu 28 Grad unter null mache das Leben der Roma, einer Minderheit in Kosovo, dort vollends unerträglich. Viele Roma müssten in Hütten aus Plastik und Brettern leben. Strom werde, wenn überhaupt vorhanden, rationiert. Die meisten Roma hätten keine Isolierung in den Häusern, die Wasserversorgung sei eingefroren. »Trinkwasser gibt es nur im Supermarkt zu kaufen, wofür die verarmten Familien kein Geld haben«, berichtet Dzafer Buzoli, GfbV-Vertreter in Kosovo.

»Das ist unmenschlich«
Die neue Zwangsabschiebung nach Kosovo sei »Rückfall in die schlimmste Zeit der NS-Zigeuner-Verfolgung«, stellt die Gesellschaft fest. »Minister Gnadenlos« Uwe Schünemann, scheue nicht davor zurück, selbst Schwerkranke, Schwangere, Alte oder traumatisierte Kriegsopfer »ins Nichts zu deportieren«.

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im niedersächsischen Landtag, Pia Zimmermann, kommentierte das Geschehen: »Schünemanns Abschiebemaschinerie hat wieder zugeschlagen.« Es sei immer wieder unbegreiflich, dass der Minister Menschen abschiebe, deren Zuhause Niedersachsen ist. Man entreiße den Betroffenen nach mehreren Jahrzehnten den Lebensmittelpunkt und schicke sie zurück in ein Land, in dem sie nicht mehr leben könnten. »Das ist unmenschlich«, bekräftigt Zimmermann. Der Zeitpunkt der Abschiebung sei ein Affront. Bei den tiefen Temperaturen in Kosovo bestehe die Gefahr des Kältetodes. »Wie kann man so etwas billigend in Kauf nehmen?«, fragt die Abgeordnete.